Dauerausstellungen

Georg Herwegh (1817-1875)

Das Dichter- und Stadtmuseum im Herzen der Altstadt bietet Einblicke in das Leben und Werk bedeutender Dichter und Künstler, die in Liestal gelebt haben oder mit der Stadt verbunden sind. Die Geschichte und das Brauchtum der Stadt Liestal bilden den zweiten Schwerpunkt der Dauerausstellung.

Das Dichtermuseum basiert auf dem Nachlass des deutschen Freiheitsdichters der Revolution von 1848 Georg Herwegh und seiner Frau Emma, geborene Siegmund. Die Gegenstände, Porträts und Manuskripte aus ihrem Besitz ermöglichen faszinierende Einblicke in das Leben dieser berühmten Baselbieter Bürger, die auch in Liestal begraben sind.

Carl Spittelers Schreibtisch

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde die Museums-Sammlung durch Nachlässe und Objekte aus dem Besitz weiterer Autoren ergänzt, deren Biografien eine Verbindung zu Liestal und der Region aufweisen und der Stadt zu der Bezeichnung "Poetennest" verhalfen: Josef Viktor Widmann, Carl Spitteler, Hugo Marti, Theodor Opitz, Friedrich Wilhelm Rüstow und Jonas Breitenstein.

Der Freiheitsbrief von 1798

Seit geraumer Zeit betreut das Museum in seiner jüngeren Funktion als Stadtmuseum auch die Bilder- und Plansammlung sowie die Waffen- und Fahnensammlung der Stadt Liestal. Objekte aus der römischen und mittelalterlichen Vergangenheit der Stadt machen Geschichte fassbar. Einen Höhepunkt bildet die sogenannte "Burgunderschale", eine teilvergoldete Silberschale aus dem Besitz des Herzogs Karl des Kühnen, die der Liestaler Heinrich Strübin 1477 in der Schlacht von Nancy erbeutete. Historisch bedeutsam ist auch der Freiheitsbrief von 1798, der der Landbevölkerung die gleichen politischen Rechte wie der Stadtbevölkerung zusicherte. Er verweist auf die spannungsreiche Beziehung der heutigen Halbkantone, die 1831 in der Invasion von Basler Truppen in Liestal gipfelte.

 

WortOrt

Von Flüchtlingen und Nobelpreisträgern

Produktion: DRS1 vom 20. Januar 2011
Dauer: 26:19