AKTUELLE SONDERAUSSTELLUNG:

Ab Dienstag, 30. Mai 2017:

Dinge erzählen Geschichte(n): Jubiläumsprojekt zum 200. Geburtstag von Emma und Georg Herwegh

Ihr Leben liest sich wie ein fesselnder Roman: Georg Herwegh, ein junger Stuttgarter Dichter im Schweizer Exil, erlebte 1841 einen rasanten Aufstieg zum literarischen Superstar und zur Symbolfigur einer jungen, bürgerlichen Generation, die nach Demokratie strebte. Die Berliner Bürgerstochter Emma Siegmund, die nach einer Wirbelwindromanze zu Emma Herwegh wurde, war eine unkonventionelle und tatkräftige Frau; sie führte einen Salon in Paris, zog aber auch in Männerkleidern und mit Pistolen bewaffnet mit ihrem Mann in die Revolution von 1848.

Das Ehepaar lebte ein turbulentes und intensives Leben, erfuhr internationale Berühmtheit, aber auch bittere Armut. In ihren Salons in Paris und Zürich ging die kulturelle und politische Elite ihrer Zeit ein und aus. Ihr Nachlass, der vom Dichter- und Stadtmuseum gepflegt und teilweise ausgestellt wird, breitet ein wahres Panorama des 19. Jahrhunderts aus, in das man fasziniert eintauchen kann.

Im Jubiläumsjahr 2017 möchte das Dichter- und Stadtmuseum dieses Panorama, das vom täglichen Leben bis zu den Künsten und Wissenschaften, von Familienangelegenheiten bis zur Politik reicht, neu zugänglich machen und spannend präsentieren. Neu erhalten die Besucher ein Tablet für die Dauer ihres Museumsbesuchs, mit dem sie die Herwegh-Ausstellung selbständig entdecken können. Die Exponate können auf der Benutzeroberfläche einfach angeklickt werden; ihr Bild lässt sich heranzoomen, sodass man Manuskripte mitlesen, Pinselstriche verfolgen oder eine Herstellerbezeichnung entziffern kann. Zusätzlich erzählen die Dinge aber auch Geschichten: Von der Pariser Februarrevolution von 1848, von Liebesbriefen oder vom Gefängnisausbruch Felice Orsinis – an packendem Material herrscht kein Mangel.

Die vom Basler Schauspieler Mario Fuchs eingelesenen Geschichten sind als Audiodateien abrufbar. Wer Hörbücher mag, wird sich mit Vergnügen von Geschichte zu Geschichte treiben lassen. Wer lieber liest, findet auch alle als Texte. Und eine Quiz-Schnitzeljagd, die Ihr neues Wissen testet, bietet einen amüsanten Abschluss des Museumsbesuchs.

 

Das Jubiläumsprojekt ‹Dinge erzählen Geschichte(n)› wird unterstützt von:

- Swisslos Basel-Landschaft 

- Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank

- Sulger-Stiftung

- Ruth und Paul Wallach Stiftung

- Werner Hasenböhler Stiftung

 

 

VORSCHAU:

Dienstag, 7. November 2017 bis Sonntag, 28. Januar 2018:

‹Bewegt von Himmel und Erde›.
Glasbilder, Malereien, Siebdrucke und Objekte von Karin Erne und Marion Gregor

‹Bewegt von Himmel und Erde› laden Sie die beiden Künstlerinnen Karin Erne und Marion Gregor, die seit Jahren in Ateliers des HANRO-Areals arbeiten, zu einer Reise ein. Mit ihren Werken möchten sie im Spiel mit Farben und Strukturen die Betrachtenden zum Staunen, Nachdenken und Sich-Erinnern anregen.

Karin Erne lässt sich für ihre Gemälde und Glasbilder von der Natur inspirieren. Während ihre Malerei von der Intuition geleitet ist, basiert ihre Arbeit mit Glas auf einer klaren Vorstellung von Linien, Formen und Farben. Marion Gregor geht von ihrem inneren Erleben aus und bewegt sich mit der Malerei und Siebdrucktecknik zwischen Realistik und Abstraktion. Auch aufgrund ihrer Erfahrung als Kunsttherapeutin strebt sie nach einer Reduktion ihrer Bildsprache auf das Wesentliche.