Programm

Samstag, 19. September 2020, 10.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.– plus Museumseintritt
Öffentliche Kuratorenführung durch die Sonderausstellung

Der Kurator Stefan Hess führt durch die Sonderausstellung ‹Zeitzeugen und Pioniere der Mundartdichtung›. Ohne Voranmeldung.

Freitag, 25. September 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
‹Des Lebens Überfluss› nach Ludwig Tieck

Die Weltverbesserer Clara und Heinrich sind verliebt und flüchten vor den Zwängen der Gesellschaft in den selbstgenügsamen Verzicht. Der Schauspieler Volker Ranisch, ein Meister der Bühnenpräsenz, bringt in seiner musikalisch-theatralen Bearbeitung von Tiecks Novelle moderne Themen zur Geltung: Konsum, Selbstverwirklichung und Verdrängung.

 

Dienstag, 6. Oktober 2020, 20.00 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/5.–
21. Dichter SLAM: Liestal edition

Nach über 20 Ausgaben geht die älteste Slam-Poetry-Reihe im Kanton in sich: Alle Teilnehmenden, die Crême de la crême der regionalen Szene, setzen sich in ihren Texten mit Liestal auseinander. Die ‹Liestal edition› wird nicht nur für Poetry-Slam-Fans ein Genuss, sondern auch für alle LiestalerInnen, die ihre Stadt mit neuen Augen betrachten möchten!

Mit: Daniela Dill, Caterina John, Max Kaufmann, Dominik Muheim, Micha de Roo, Nadine Studer und Gina Walter. Moderation: Rea Köppel.

 

Freitag, 9. Oktober 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
DURZUESTÄND: Buchvernissage von Daniela Dill

Ob Hochdeutsch oder Mundart, ob Prosa oder Reim – Daniela Dills Texte haben eine Direktheit, die die Lesenden zu Vertrauten macht. Augenzwinkernd und selbstironisch verbindet sie alltägliche Situationen mit philosophischen Konzepten und gesellschaftskritischen Überlegungen. Die Erzählerin lässt uns an lustigen, skurrilen, traurigen und bisweilen auch beängstigenden Situationen teilhaben. Oft erzählt sie von einsamen Menschen oder von ihrer Angst vor Einsamkeit. Sie tut dies mit so viel Humor und Menschenliebe, dass es ein Genuss ist.

Daniela Dill schreibt ihre Texte mit viel Lust am Klang. Ihre Sprache wird zu Rhythmus und Musik, zu verdichtetem Hören.

‹Der Bilderfex. Im imaginären Museum Theodor Fontanes›, Berlin 2019

Freitag, 16. Oktober 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Hommage an Theodor Fontane

Theodor Fontane (1819–1898), der vor 200 Jahren am 30. Dezember 1819 zur Welt kam, wird als engagierter Zeitgenosse, genialer Autodidakt, Journalist, bissiger Kommentator und grosser Romancier wiederentdeckt, der in seinen Gesellschaftsromanen ein Bild seiner Zeit entworfen hat. Er war zudem ein grosser Bildernarr und verfügte über eine immense Bilder-Kenntnis, die er in sein Werk einfliessen liess.

Christoph Wegmann (‹Der Bilderfex. Im imaginären Museum Theodor Fontanes›, Berlin 2019) und Martin Zingg führen durch Fontanes Leben, mit einem Abstecher in den Kanton Baselland, und durch das Musée imaginaire des Romanciers.

 

Dienstag, 20. Oktober 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
«Die zarten Frauen legten sich totenblass auf den Boden». Reiseberichte von Jonas Breitenstein.

Im Frühling 1851 reiste Jonas Breitenstein als Student für zwei Auslandsemester nach Göttingen. Von dort aus unternahm er auch zwei Reisen in andere Gegenden Deutschlands. Darüber berichtete er ausführlich in seinen Briefen an seine Angehörigen. Stefan Hess und J. Arni werden Ausschnitte aus diesen aufschlussreichen und zugleich unterhaltsamen Dokumenten vorlesen und kommentieren.

Freitag, 23. Oktober 2020, 19. 30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Demimondana. Vortrag von Magnus Wieland

Zur Feier von Carl Spittelers 175. Geburtstag am 24. April, wenn auch um ein halbes Jahr verschoben, schwelgen wir mit dem Literaturnobelpreisträger in Zirkusvorstellungen, Schwarzweissfilmen und Pariser Variétés.
Magnus Wieland, der Spittelers Nachlass am Schweizerischen Literaturarchiv SLA betreut, gibt Einblicke in den faszinierenden, aber kaum bekannten Einfluss der zeitgenössischen Populärkultur auf Spittelers Werk.

 

Dienstag, 3. November 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Soirée ‹Siegreiche Seele›

Die musikalisch-literarische Soirée zur Freundschaft zwischen der  einst wohl berühmtesten Dichterin Europas Isabelle Kaiser (1866-1925) und dem Schriftsteller  und Nobelpreisträger Carl Spitteler (1845-1924) beleuchtet und interpretiert die Arbeit und Persönlichkeit der beiden Künstler auf vielfältige Weise.

Liedvertonungen von Gedichten der beiden durch verschiedene Komponisten, Briefe, Prosatexte, Widmungen und Gedichte werden thematisch-szenisch gruppiert und bearbeitet und bieten faszinierende und berührende Einblicke in Lebenswelt und Kunst zweier unkonventioneller Schweizer Dichterpersönlichkeiten.

Mitwirkende:
Caroline Vitale: Idee und Recherche, Gesang
Peter Baur: Klavier
Franziska Senn: Schauspiel
Walter Sigi Arnold: Konzept Texte, Regie, Schauspiel

Dienstag, 10. November 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Wo sich Jonas Breitenstein und Jeremias Gotthelf (nicht) treffen. Vortrag mit Kurzlesungen von Remigius Suter und Patricia Zihlmann
[In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Regionale Kulturgeschichte Baselland]

Zwischen den beiden Dichterpfarrern Jeremias Gotthelf und dem um eine Generation jüngeren Jonas Breitenstein gibt es mancherlei Verbindungen. Die bekannteste ist Gotthelfs Erzählung ‹Hans Jacob und Heiri oder die beiden Seidenbandweber› von 1851, die Breitenstein zum Schreiben hochdeutscher Geschichten herausgefordert hat – doch welche weiteren Berührungspunkte gibt es? Der Kulturwissenschaftler Remigius Suter und Patricia Zihlmann, stv. Leiterin der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf, laden zur Spurensuche ein.

 

Freitag, 13. November 2020, 19.30 Uhr
Eintritt frei / mit Apéro
Liestals Vorstadt West / Nordwest. Vernissage

Hanspeter Meyer ist in Liestal durch sein Engagement für die Stadt bekannt; als Stadtführer, Einwohnerrat, Ehrenzunftherr der Zunft zum Stab und Autor von Publikationen zur Liestaler Fasnacht und zum Gestadeck-Quartier hat er viel zu erzählen. Seine neue Broschüre vermittelt Wissenswertes und spannende Anekdoten zu geschichtsträchtigen Liestaler Quartieren.

Freitag, 20. November 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Lehrer und Dichter. Zum 125. Geburtstag von Traugott Meyer

Der Schauspieler Kaspar Lüscher liest Auszüge aus dem Roman ‹s'Tunälldorf› und anderen Werken des bekannten Mundartdichters. In Wenslingen aufgewachsen, wurde Traugott Meyer durch sei Wirken am Radio überregional bekannt, verdiente aber seinen Lebensunterhalt zeitlebens als Lehrer. An der Gedenkveranstaltung wird Museumsleiter Stefan Hess auch auf weniger bekannte Facetten in Meyers Schaffen hinweisen.

 

Samstag, 28. November 2020, 18.00 / 20.00 / 21.00 Uhr
Kulturnacht-Pass: Fr. 25.–/10.–
Kulturnacht Lichtblicke mit ‹DILL & KRAUT›: Gegen den Glanz

 

DILL & Kraut ist eine ganz neu entstandene Spoken-Word-Band mit der Spoken-Word-Autorin Daniela Dill und den Musikern Christoph Wüthrich und Florian Siess.

Die Text-Musik-Formation spielt lustvoll, locker und stellenweise in rasantem Tempo gegen den Glanz an. Mit einer Schepperorgel, einer E-Gitarre, einer Plastikflöte und einem Perkussionsinstrument entsteht eine Art bunter Jass-Punk-Passion-Sound, der die rhythmisierten Sprechtexte in Mundart und Hochdeutsch untermalt, trägt und anstachelt.

In den Texten verbindet die Autorin augenzwinkernd und selbstironisch alltägliche Situationen mit philosophischen Konzepten und gesellschaftskritischen Überlegungen.

Jonas Breitenstein mit seiner Frau bei der Gartenarbeit. Quelle: Ortsmuseum Binningen

Dienstag, 1. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
«Ein Hauptübel ist ... der Pauperismus». Jonas Breitenstein als Armenpfleger

Als Pfarrer in Binningen und als Sekretär der Freiwilligen Armenpflege in Basel war Jonas Breitenstein täglich mit bitterer Armut konfrontiert. Der Kulturhistoriker Remigius Suter wird diese Seite von Breitensteins Wirken beleuchten, die sowohl im literarischen Werk als auch in Referaten ihren Niederschlag fand. Zudem werden Roland Plattner und Thomas Affolter über die Tätigkeit des Basellandschaftlichen Armenerziehungsvereins (AEV) und der heutigen Birmann-Stiftung berichten.

 

Regula Grauwiller ©Elena Zaucke

Freitag, 4. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
‹Jazz ...› u. a. Geschichten

Nach der übermütig provokant-poetischen Darbietung im Herbst 2018 wird uns der Liestaler Künstler Patrick Roos mit zwei oder drei ganz anderen Erzählungen überraschen. Seine Texte liest er auch diesmal gemeinsam mit der Schauspielerin Regula Grauwiller.

 

Dienstag, 8. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Jonas Breitenstein – ein Baselbieter Volksaufklärer?

Zwischen 1780 und 1850 entfaltete sich eine von Pfarrern, Ärzten und Pädagogen getragene Reformbewegung, welche die Ideale der Aufklärung auch den breiten, ungebildeten Volksschichten vermitteln wollte. Kann auch Jonas Breitensteins später entstandenes Werk noch der Volksaufklärung zugerechnet werden? Der Vortrag des Historikers J. Arni versucht Antworten auf diese Frage zu geben.

Bild: Basler Hebelstiftung

Freitag, 11. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Hebel kompakt

Die Basler Hebelstiftung gestaltet einen Abend, der Interessierten einen spannenden Einblick in Johann Peter Hebels Schaffen ermöglicht und sich an Hebel-LiebhaberInnen und -Neulinge gleichermassen richtet. Geniessen Sie literarische, musikalische und historische Beiträge von Albert M. Debrunner, Daniel Kriemler, Sebastian und Beat Mattmüller, Willi Schläpfer, Remigius Suter, Beat Trachsler und Dominik Wunderlin.