Programm

Historische Fotografie des Spitteler-Denkmals

Sonntag, 25. August 2019, 10.30 Uhr
Eintritt frei/Kollekte
«Eine gigantische Kühnheit in Bronze»: Das Spitteler-Denkmal in Liestal

Das Dichter- und Stadtmuseum erinnert mit einer festlichen Matinee an die Entstehung und Bedeutung des Spitteler-Denkmals. Im Zuge des Jubiläumsjahrs wurde die Skulptur des Basler Bildhauers August Suter (1887–1965), die Prometheus mit seiner Seele zeigt, gereinigt. Zugleich haben unser ehemaliger Museumsleiter Hans R. Schneider und der Kurator des Antikenmuseums Tomas Lochman umfassende Archiv- und Literaturrecherchen unternommen. Die Ergebnisse werden in Band 100 der ‹Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Baselland› publiziert, der Carl Spitteler gewidmet ist.
An der Vernissage präsentieren die beiden Autoren und der Restaurator Felix Forrer neue Erkenntnisse zum Denkmal. Der Anlass wird begleitet von musikalischen Akzenten mit Trompete und Posaune sowie von Ausschnitten aus Spittelers ‹Prometheus und Epimetheus›, gelesen von der aus Film und TV bekannten Schauspielerin Regula Grauwiller. Ein Apéro rundet die Matinee ab und lädt zum Gespräch ein.

Achtung: Die Matinee findet direkt beim Spitteler-Denkmal statt! Die Skulptur befindet sich im Park des Kantonsspitals, auf der Grünfläche neben dem Gebäude Rheinstrasse 28.
Siehe auch: www.spitteler.ch

Freitag, 6. September 2019, 21.30 Uhr
Eintritt frei
Poetry Slam Battle (im Rahmen des Liestaler Stadtfests; Bühne Stadtkirche)

Es ist ein Kampf der Giganten: Das Gymnasium Liestal misst sich mit dem Rest des Kantons. Drei Slammerinnen, die das Gymnasium besuchen oder besucht haben, treffen auf einige der besten Wortakrobaten der Baselbieter Slam-Szene. Können die Newcomerinnen ihren Heimvorteil ausspielen, die Ehre Liestals verteidigen und eine Flasche Whiskey abräumen?
Mit: Caterina John, Nadine Studer und Julie Roth (Team Gymnasium) sowie Dominik Muheim, Max Kaufmann und Lea Butscher (Team Kanton BL).
Moderation: Rea Köppel
Siehe auch: www.stadtfest-liestal.ch

Samstag, 7. September 2019, 20.00 Uhr
Eintritt frei
Spitteler meets Rap (im Rahmen des Liestaler Stadtfests; Bühne Wasserturmplatz)

Was hat Carl Spitteler den heutigen Rappern zu sagen und umgekehrt? Die beiden jungen Baselbieter Rapper E-Light und Pyro sowie der Basler Altmeister Black Tiger haben sich mit Werken des Nobelpreisträgers von 1919 auseinandergesetzt. Dazu haben sie je zwei Songs geschrieben, die sie am Liestaler Stadtfest erstmals vortragen. Black Tiger gibt überdies die bereits 2014 für das Dichter- und Stadtmuseum kreierten Songs zu Spittelers Epos ‹Olympischer Frühling› zum Besten – ein Crossover der besonderen Art. 
Siehe auch: www.stadtfest-liestal.ch

Fotografie von Mathias Bothor

Freitag, 4. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Früheste Erlebnisse eines Nobelpreisträgers. Vortrag von Hans R. Schneider mit Regula Grauwiller (Wiederholung)

Aufgrund des grossen Erfolgs wiederholen der ehemalige Museumsleiter und die bekannte Schauspielerin ihren informativen und unterhaltsamen Abend zu Carl Spittelers ersten vier Lebensjahren in Liestal, Basel und Waldenburg, deren Bedeutung für sein Leben und Werk kaum zu überschätzen ist.

 

Dienstag, 8. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Eintritt frei / Kollekte
Verbrechen und Aufklärung: Zur Realität der Verbrechensbekämpfung im Kanton Baselland
(Krimi-Reihe Liestal)

Das DiSTL präsentiert eine Fortsetzung der erfolgreichen Podiumsdiskussion ‹Verbrechen und Strafe› (2017), bei der ein Leitender Staatsanwalt und ein Forensiker von ihrer Arbeit erzählten. Diesmal bitten wir den Polizei-Hundeführer Daniel Hagmann mit seinem Diensthund Rommels Macho und den Privatdetektiv Christian Mönch von der Privatdetektei Ryffel auf unser Podium und erfahren, wie aufregend ihr Alltag tatsächlich ist und wie er sich von der Darstellung in Krimis unterscheidet.
Siehe auch: www.krimi-liestal.ch

Fotografie von Yvonne Böhler

Freitag, 18. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Ruth Schweikert 

Die aufsehenerregende Veranstaltungsreihe des Dichter- und Stadtmuseums, für die bekannte Schweizer Persönlichkeiten eine Rede zur Schweiz schreiben und halten, wird fortgesetzt. Auch Ruth Schweikert, Gewinnerin des Schweizer Literaturpreises 2016, denkt exklusiv für das DiSTL über ihr Land nach. Diskutieren Sie mit!

Dienstag, 22. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Ein Abend mit Carl Spitteler und Musik

Helen und Frieder Liebendörfer präsentieren einen poetisch-musikalischen Abend, der zum Geniessen und Kennenlernen verschiedener Werke Spittelers einlädt. Ausschnitte aus ‹Der Olympische Frühling›, ‹Meine frühesten Erlebnisse›, ‹Imago›, ‹Der Gotthard›, ‹Unser Schweizer Standpunkt› sowie einzelne Balladen werden mit passenden Musikstücken von Beethoven bis Chopin ergänzt.


Freitag, 1. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt frei/Kollekte
Buchvernissage ‹Seelenwege›

Eduard Philipp Höllmüller, ehemaliger Lehrer am Gymnasium Liestal, präsentiert seinen autobiografischen Roman, der das Publikum auf die faszinierenden Wege und Irrwege der Seele mitnimmt. Das tragische Schicksal seines Vaters verbindet sich dabei mit der Geschichte Europas, woraus Höllmüller die Verheissung einer ‹Vatersprache› entwickelt.

 

Dienstag, 5. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
‹Analog›. Lesung von Michael Düblin

Ein allumfassendes Kommunikationsgerät beherrscht seine Nutzer bis in die kleinste Facette ihres Alltags hinein. Doch zu welchem Preis lassen wir unser Leben von Maschinen bestimmen? In seinem neuen Roman ‹Analog› denkt der Schriftsteller und Informatiker Michael Düblin unsere von Smartphones, Fitness-Trackern und lernfähigen Algorithmen geprägte Gegenwart nur ein kleines Stück weiter – und landet in der Dystopie.

 

Fotografie von Christian Altorfer

Freitag, 8. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Franz Hohler

Franz Hohler, der jung gebliebene Altmeister der Literatur und des Kabaretts in der Schweiz, bringt dem Publikum in der Reihe ‹Unser Schweizer Standpunkt 2019› (exklusiv im DiSTL) seine vielschichtige, kritische und zuweilen verschmitzte Sicht auf unser Land nahe.

Dienstag, 12. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt frei/Kollekte
Unvergessene Worte in Prosa und Poesie

Zum 50. Todestag des Bauerndichters Hans Gysin (1882–1969) von Oltingen unterhält sich Museumsleiter Stefan Hess mit Gysins Enkelin Verena Burri-Gysin und Hans Dähler, ehemaliger Gemeindepräsident von Oltingen. Dazu werden Auszüge aus dem Werk Gysins vorgelesen und Originalaufnahmen eingespielt. Zwischendurch trägt der Projektchor ‹Metzgerhans› Vertonungen einzelner Gedichte des bedeutenden Mundartdichters vor.

Fotografie von Frederic Meyer

Freitag, 15. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Lukas Bärfuss

Ein Trommelwirbel zum Abschluss der grossen Veranstaltungsreihe des Dichter- und Stadtmuseums: Lukas Bärfuss, der bekannte Schriftsteller, Dramatiker und Autor des Essays ‹Die Schweiz ist des Wahnsinns› hat den Georg-Büchner-Preis 2019 erhalten. Seine exklusiv für diesen Abend geschriebene Rede sollte man nicht verpassen!

Dienstag, 19. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Felix Krull. Hochstapler

Der Schauspieler Volker Ranisch, der mit seinen eindrucksvollen Solo-Abenden Stammgast auf der DiSTL-Bühne ist, präsentiert seinen Liestaler Fans ein weiteres auf Hochglanz poliertes Theaterjuwel. Die Rolle von Thomas Manns schillerndem Hochstapler ist ihm in ihrer Sprachkunst, ihrem Witz und ihrer Abgründigkeit auf den Leib geschneidert. Ein faszinierendes Erlebnis!

Carl Spitteler im Strandbad (©SLA Bern)

Sonntag, 24. November 2019, 10.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.– plus Museumseintritt
Öffentliche Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung ‹Poesie und Politik› ohne Voranmeldung

Mit Rea Köppel.

Dienstag, 26. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Vom Erzähler erzählen: Carl Spittelers Prosawerk

Die Erzählungen Spittelers sind in ihrer Anlage oft bemerkenswert modern, trotzdem (oder deswegen?) blieb ihnen der anhaltende Erfolg versagt. Roger Scharpf, Germanist, Gymnasiallehrer und ETH-Dozent, hat sich in seiner Dissertation als Einziger intensiv mit Spittelers Prosawerk auseinandergesetzt. In seinem Vortrag ordnet er es in den Kontext der zeitgenössischen Erzählliteratur ein und geht der Frage nach, was erfolgreiches Erzählen ausmacht.

Fotografie von Ayse Yavas

Samstag, 30. November 2019, 19.30 / 20.30 / 21.30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.– (Kulturpass) / Jugendliche bis 25 Jahre gratis
Kulturnacht Lichtblicke mit Christoph Simon

Christoph Simon ist Gewinner des Salzburger Stiers 2018 und zweifacher Schweizer Meister im Poetry Slam (2014 und 2015). Seine Romane und Texte sind in neun Sprachen übersetzt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet worden. An der Kulturnacht präsentiert er Ausschnitte aus seinen Bühnenprogrammen, die durch ihren feinsinnig-ironischen Humor und ihre hohe literarische Qualität auffallen.

Freitag, 6. Dezember 2019, 20.00 Uhr
Eintritt: Fr. 20.– / 10.–
Dichter SLAM – 20. Liestaler Poetry Slam: Dead or alive?

Der Dichter SLAM rockt zum 20. Mal über die Bühne – wenn das kein Grund zum Feiern ist! In diesem ‹Dead or alive›-Slam treffen vor Pointen sprühende junge Slammerinnen und worteschmiedende Grünschnäbel auf die toten Poeten, die in jeder St. Nikolaus-Nacht im Museum herumgeistern. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch zwanzig Ausgaben länger ...
Moderation: Rea Köppel

Porzellanschale auf Spittelers Schreibtisch

Dienstag, 10. Dezember 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/15.–
«Sie tanzen um ein Schlückchen Glück»: Spittelers Schmetterlinge
[In Zusammenarbeit mit der Naturforschenden Gesellschaft Baselland NGBL]

Carl Spittelers Gedichtband ‹Schmetterlinge› aus dem Jahr 1889 ist ein duftig-leichter Einstieg in das Werk des Literaturnobelpreisträgers. Doch hat sich Spitteler für seine poetischen Betrachtungen über ausgewählte Schmetterlingsarten auch eingehender mit dieser artenreichen Insektenordnung befasst? Diese Frage klären wir mit dem Biologen Oliver Balmer anhand ausgewählter Schmetterlings-Gedichte, vorgetragen von Regula Grauwiller.

Carl Spittelers Original-Nobelpreismedaille

Freitag, 13. Dezember 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
«Dass mir für viele Müh ein wenig Sonne scheine»: Carl Spittelers Weg zum Nobelpreis

Zum Abschluss des Spitteler-Jubiläumsjahrs wirft Rea Köppel, die Kuratorin der Ausstellung ‹Poesie und Politik›, ein Schlaglicht auf die Verleihung des Literaturnobelpreises und die Faktoren, die dies beförderten oder behinderten. Sie stellt die beteiligten Persönlichkeiten und ihre oft unterschiedlichen Interessen vor, vergleicht widersprüchliche Quellen und ergänzt sie mit eigenen Nachforschungen.