Programm

Dienstag, 19. Februar 2019, 19.30 Uhr
Freier Eintritt / Kollekte
‹Mein Lieblingskrimi›: Stadtpräsident Daniel Spinnler

Was liest der Liestaler Stadtpräsident Daniel Spinnler am liebsten, wenn er zwischen seinen Einsätzen als höchster Liestaler, Wirtschaftsdozent und frischgebackener Vater eine ruhige Minute findet? In der neuen Reihe ‹Mein Lieblingskrimi› des DiSTL können Sie nicht nur ein spannendes Buch entdecken, sondern auch mit kriminalistischem Gespür auf den Menschen schliessen, der es vorstellt.

 

Freitag, 22. Februar 2019, 19.30 Uhr
Freier Eintritt / Kollekte
‹Gegen das Vergessen› – Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag der Baselbieter Mundartdichterin Helene Bossert

Die in Zunzgen aufgewachsene Helene Bossert (08.04.1907–21.02.1999) wurde mit ihren Gedichten und Hörspielen bekannt, bevor sie 1953 an einer Studienreise in die Sowjetunion teilnahm. Diese Reise auf der Höhe des Kalten Krieges machte sie und ihre Familie zum Opfer einer antikommunistischen Diffamierungskampagne in der Presse und ernsthafter Schikanierungen an ihrem damaligen Wohnort Sissach. Erst 1970 wurde Bossert rehabilitiert.

Der Basler Autor, Verleger und Literaturaktivist Matthyas Jenny und der Museumsleiter Stefan Hess stellen die engagierte und zugleich einfühlsame Dichterin vor und berichten aus ihrem ereignisreichen Leben. Jennys Reihe ‹Gegen das Vergessen› erinnert an Dichterinnen und Dichter von Basel-Stadt und Baselland, jeweils an runden Todestagen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Dichter- und Stadtmuseum.

Fotografie von Mathias Bothor

Freitag, 29. März 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Früheste Erlebnisse eines Nobelpreisträgers. Vortrag von Hans R. Schneider mit Regula Grauwiller 

«Liestal ist und bleibt meine Heimath. ‹Heimath› aber bedeutet ein geweihtes Stück Erde, dem sich eines Menschen Gedanken und Gefühle nie anders als mit Andacht, Ehrfurcht und Rührung nahen», schrieb Carl Spitteler dem Gemeinderat seiner Geburtsstadt im April 1920. Nach dem Tod seiner engsten Freunde Sophie und Josef Viktor Widmann und seiner geliebten Mutter hatte er die Erinnerungen an die ersten vier Lebensjahre in Liestal, Basel und Waldenburg festgehalten. Die Schauspielerin Regula Grauwiller und der ehemalige Museumsleiter Hans Rudolf Schneider gehen den Spuren von Spittelers ‹Meine frühesten Erlebnisse› nach.

 

Dienstag, 2. April 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.–/15.–
Humor BL. Ein humoristischer Baselbieter Abend [Humortage Liestal]

Wozu in die Ferne schweifen, wenn man sich auch hier bestens amüsiert? Im Rahmen der Humortage Liestal präsentiert das DiSTL einen humoristischen Baselbieter Abend mit dem bekannten Liedermacher Fredy Schär, dem Kabarettisten Reto B. Müller und dem U20-Schweizermeister im Poetry Slam Max Kaufmann.

Die Humortage Liestal präsentieren während einer Woche Veranstaltungen an mehreren Orten in der Stadt. Das ganze Programm finden Sie hier: Humortage Liestal

 

Donnerstag, 4. April 2019, 20.00 Uhr / 20.45 Uhr
Freier Eintritt / Kollekte
Eine Prise Spitteler. Kurzführungen durch die Ausstellung ‹Poesie und Politik› im Rahmen des Spitteler-Festakts der Stadt Liestal

Die Stadt Liestal feiert ihren berühmten Bürger Carl Spitteler mit einem Festakt und einem festlichen Abend auf der Rathausstrasse. Erfahren Sie mehr über Spitteler an einer Kurzführung durch die Ausstellung. 

 

Freitag, 12. April 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Andreas Thiel 

Carl Spitteler löste mit seiner berühmten Rede ‹Unser Schweizer Standpunkt› eine regelrechte Hetzkampagne aus. Wenn sich der Kabarettist und Provokateur Andreas Thiel zu politischen Fragen äussert, gibt es zuweilen auch einen Aufruhr. Erleben Sie live, welches Fazit der Mann mit dem bunten Irokesenschnitt im Rahmen der Reihe ‹Unser Schweizer Standpunkt 2019› zur Lage der Nation zieht!

 

 

Carl Albert Loosli

Dienstag, 7. Mai 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Die Stunde der Künstler. Vortrag von Erwin Marti zu C. A. Loosli, Carl Spitteler und Ferdinand Hodler

In den Jahren vor und in der angespannten Phase zu Beginn des 1. Weltkriegs sind es drei Künstler, die auf die Meinungsbildung in der Schweiz beachtlichen Einfluss ausüben. 1909 lernen sich Carl Spitteler und der freie Schriftsteller Carl Albert Loosli, der ‹Philosoph von Bümpliz›, in Bern kennen und schliessen Freundschaft. Ihre Korrespondenz zeigt vor allem Spitteler in einem neuen Licht. Loosli vermittelt 1915 auch den ersten Kontakt zwischen Hodler und Spitteler. Der Historiker und C. A. Loosli-Biograf Erwin Marti entwirft ein spannendes Wechselspiel zwischen drei Künstlerleben und ihrer Zeit.

 

Dienstag, 21. Mai 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Spittelers Russlandjahre (1871–1879). Vortrag von Felicitas Senoner

Die beruflichen Anfänge des jungen Carl Spitteler waren vom Dilemma geprägt, dass er als studierter Theologe ein Pfarramt in Langwies angeboten bekam, das er nicht annehmen wollte, da er beschlossen hatte, Dichter zu werden. Einen Ausweg verschaffte ihm eine Stelle als Hauslehrer in Russland, wo er schliesslich acht Jahre lang blieb. Die Editionswissenschaftlerin Felicitas Senoner erzählt von russischen Adelsfamilien, dichterischen Versuchen und Briefen an die Eltern in die Schweiz und beleuchtet dabei einen prägenden Abschnitt in Spittelers Leben.

 

Dienstag, 4. Juni 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Ein geflügeltes Leben. Vortrag zu Oskar Biders 100. Todestag von Lorenz Degen

Jung waren beide zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Oskar Bider und die Fliegerei. Der Pilot der ersten Stunde, der nach der Rekrutenschule 1911 ein Jahr als Gaucho in Argentinien verbracht hatte, reihte Rekord an Rekord – aus dem Beinahe-Auswanderer wurde ein König der Lüfte. Die Welt hob buchstäblich ab – um 1914 jäh in den 1. Weltkrieg abzustürzen. Auch Biders Leben geriet aus dem Gleichgewicht. Sein tödlicher Absturz vor 100 Jahren gibt dem Historiker Lorenz Degen Gelegenheit, auf diese aussergewöhnliche Biografie zurückzublicken.

 

 

Freitag, 7. Juni 2019, 20.00 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Dichter SLAM. 19. Liestaler Poetry Slam

Was verbindet die Poesie mit Opferlämmern, Jungfrauen, Whisky und Applaus? Poetry Slams! Das DiSTL ist der beste Ort der Region, um dieses Format kennenzulernen, wird man hier doch von Slammerinnnen und Slammern vom Teenager- bis zum Pensionsalter willkommen geheissen. Die Texte sind frisch und aus dem Alltag gegriffen, phantasievoll und witzig. Seien Sie neugierig, seien Sie dabei!
Moderation: Daniela Dill.

 

Fotografie von Judith Kinitz

Freitag, 2. August 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Nora Gomringer 

In seiner rhetorisch brillanten Rede ‹Unser Schweizer Standpunkt› betonte Carl Spitteler, dass ihm der politische Bruder in der Westschweiz trotz der Sprachschwierigkeiten näherstehe als der deutschsprachige Nachbar über der Grenze. Die Autorin und Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015 Nora Gomringer ist Schweizerin und Deutsche und in beiden Ländern für ihre feinsinnigen, aber auch sprachgewaltigen Texte bekannt. Auch sie präsentiert ihren ‹Schweizer Standpunkt› in der neuen Reihe des DiSTL in einer Rede nach Spittelers Vorbild.

 

@Yvonne Böhler

Freitag, 18. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Ruth Schweikert 

Die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin und Schweizer Literaturpreisträgerin 2016 denkt über ihr Land nach – denken Sie mit, diskutieren Sie mit!

©Christian Altorfer

Freitag, 8. November 2019, 18.00 Uhr
Eintritt Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Franz Hohler

Der jung gebliebene Altmeister der Schweizer Literatur und des Schweizer Kabaretts bringt dem Publikum seine vielschichtige, kritische und zuweilen verschmitzte Sicht auf die Schweiz nahe.

 

©Frederic Meyer

Freitag, 15. November 2019, 19.30 Uhr
Eintritt Fr. 25.–/15.–
‹Unser Schweizer Standpunkt 2019›: Lukas Bärfuss

Der bekannte Schriftsteller, Dramatiker und Autor des Essays ‹Die Schweiz ist des Wahnsinns› holt zum Rundumschlag auf die Schweiz aus. Nicht verpassen!