Programm

Carl Spittelers Original-Nobelpreismedaille

Freitag, 13. Dezember 2019, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
«Dass mir für viele Müh ein wenig Sonne scheine»: Carl Spittelers Weg zum Nobelpreis

Zum Abschluss des Spitteler-Jubiläumsjahrs wirft Rea Köppel, die Kuratorin der Ausstellung ‹Poesie und Politik›, ein Schlaglicht auf die Verleihung des Literaturnobelpreises und die Faktoren, die dies beförderten oder behinderten. Sie stellt die beteiligten Persönlichkeiten und ihre oft unterschiedlichen Interessen vor, vergleicht widersprüchliche Quellen und ergänzt sie mit eigenen Nachforschungen.

Das neue Frühlingsprogramm ist da!

©Fotografie: Christian Altorfer

Dienstag, 21. Januar 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.–/15.–, Reservation dringend empfohlen
Franz Hohler: ‹Olympischer Herbst›

Aufgrund des grossen Erfolgs wiederholt Franz Hohler seinen (beim ersten Mal ausverkauften) Spitteler-Abend. Erleben Sie seinen exklusiv fürs DiSTL geschriebenen und höchst amüsanten Text, in dem er die Götterschar des ‹Olympischen Frühlings› mit Schweizer PolitikerInnen überblendet. Entstanden ist eine pointierte Satire auf die heutige Schweiz – im selben Versmass wie Spittelers Epos.

Freitag, 31. Januar 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/5.–
U20 Slam Vorrunde

Bühne frei für junge Talente! Das DiSTL lädt zur Vorrunde der U20-Meisterschaft beider Basel. Wer den Titel U20-Poetry-Slam-MeisterIn beider Basel gewinnt, kann bei den U20-Schweizermeisterschaften 2020 in Liestal und den deutschsprachigen U20-Meisterschaften 2020 in Darmstadt antreten. Moderation: Dominik Muheim.

Dienstag, 4. Februar 2020, 18.00 Uhr
Eintritt frei
Vernissage zur Ausstellung ‹Zeitzeugen und Pioniere der Mundartdichtung›

Die Doppelausstellung stellt die Schweizer Reise von Johann Peter Hebel (1805) Dokumenten aus dem Nachlass von Jonas Breitenstein gegenüber – etwa zu dessen Reisen durch Deutschland im Jahr 1851. Nach einem Grusswort von Stadtrat Franz Kaufmann werden Markus Moehring und Stefan Hess, Leiter des Dreiländermuseums Lörrach bzw. des DiSTL, in die zweiteilige Ausstellung einführen. Der Anlass wird durch musikalische Einlagen und einen Apéro abgerundet.
 

Freitag, 7. Februar 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Johann Peter Hebel unterwegs als Aufklärer. Vortrag von Franz Littmann

1805 bereiste Johann Peter Hebel mit den beiden Söhnen des Freiherrn von Mentzingen die Schweiz. Sein Reisetagebuch gibt bemerkenswerte Einblicke in die Zeit Napoleons und in ein Land, das damals wegen seiner freiheitlichen Verfassung von vielen Demokraten bewundert und zugleich zu einem bevorzugten Ziel des frühen europäischen Tourismus wurde.
Franz Littmann ist Mitherausgeber der neuen kommentierten Studienausgabe der Werke Hebels.

Samstag, 22. Februar 2020, 15.00 Uhr
Eintritt frei / Kollekte
In Memoriam Markus Ramseier (1955–2019)

Gut sieben Monate nach seinem überraschenden Tod widmet das DiSTL gemeinsam mit Prof. Dr. Annelies Häcki Buhofer (Universität Basel) und Markus Gasser (Literaturredaktion Schweizer Radio SRF) dem unvergessenen Schriftsteller, Flurnamenforscher und Fasnächtler einen Gedenkanlass. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Fachleute werden das vielfältige Schaffen Ramseiers beleuchten und ausgewählte Texte aus seinem Werk vorlesen. Moderiert wird der Anlass von Annelies Häcki Buhofer.

Freitag, 13. März 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
«Als ich noch gross war». Lesung von Peter Graf

«Als ich noch gross war, war die Welt klein. Sie hatte in unserem Atlas Platz und ich reiste mit dem Finger quer durch Afrika. Aber die Welt wurde grösser und grösser. Und ich schrumpfte.»
Der Lupsinger Autor Peter Graf liest aus seinem ‹Romanprojekt in Geschichten›, die in Zeiten der Grösse beginnen (1950er-Jahre) und noch nicht geendet haben.

Der Kurator Stefan Hess

Sonntag, 15. März 2020, 10.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.– plus Museumseintritt
Öffentliche Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung ‹Zeitzeugen und Pioniere der Mundartdichtung›

Mit: Stefan Hess. Ohne Voranmeldung.

 

Dienstag, 17. März 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Matto Kämpf: Am Apparat

Sein neues Programm mit Telefonsketchen, Dia-Shows und Liedern zeigt Matto Kämpf am Telefon, am Dia-Projektor und am Örgeli. Er nimmt Anrufe entgegen, erklärt die Welt und besingt sie.
Kämpf ist Autor, Filme- und Theatermacher aus Bern; seine Spoken-Word-Programme zeichnen sich durch seinen skurrilen und humorvollen Textstil aus. Er ist Teil des ‹SRF Experiments Schneuwly› und des Kollektivs ‹Die Gebirgspoeten›, das den Mythen und Klischees der ländlichen Schweiz auf den Grund geht.
 

Dienstag, 24. März 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Jonas Breitenstein – ein Baselbieter Volksaufklärer?

Zwischen 1780 und 1850 entfaltete sich eine von Pfarrern, Ärzten und Pädagogen getragene Reformbewegung, welche die Ideale der Aufklärung auch den breiten, ungebildeten Volksschichten vermitteln wollte. Kann auch Jonas Breitensteins später entstandenes Werk noch der Volksaufklärung zugerechnet werden? Der Vortrag des Historikers J. Arni versucht Antworten auf diese Frage zu geben.

 

Freitag, 27. März 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Wo sich Jonas Breitenstein und Jeremias Gotthelf (nicht) treffen. Vortrag mit Kurzlesungen von Remigius Suter und Patricia Zihlmann
[In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Regionale Kulturgeschichte Baselland]

Zwischen den beiden Dichterpfarrern Jeremias Gotthelf und dem um eine Generation jüngeren Jonas Breitenstein gibt es mancherlei Verbindungen. Die bekannteste ist Gotthelfs Erzählung ‹Hans Jacob und Heiri oder die beiden Seidenbandweber› von 1851, die Breitenstein zum Schreiben hochdeutscher Geschichten herausgefordert hat – doch welche weiteren Berührungspunkte gibt es? Der Kulturwissenschaftler Remigius Suter und Patricia Zihlmann, stv. Leiterin der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf, laden zur Spurensuche ein.

Freitag, 3. April 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Hommage an Theodor Fontane

Theodor Fontane (1819–1898), der vor 200 Jahren am 30. Dezember 1819 zur Welt kam, wird als engagierter Zeitgenosse, genialer Autodidakt, Journalist, bissiger Kommentator und grosser Romancier wiederentdeckt, der in seinen Gesellschaftsromanen ein Bild seiner Zeit entworfen hat. Er war zudem ein grosser Bildernarr und verfügte über eine immense Bilder-Kenntnis, die er in sein Werk einfliessen liess.
Christoph Wegmann (‹Der Bildernarr. Im imaginären Museum Theodor Fontanes›, Berlin 2019) und Martin Zingg führen durch Fontanes Leben, mit einem Abstecher in den Kanton Baselland, und durch das Musée imaginaire des Romanciers.

Freitag, 24. April 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Demimondana. Vortrag von Magnus Wieland

Zur Feier von Carl Spittelers 175. Geburtstag am 24. April 2020 schwelgen wir mit dem Literaturnobelpreisträger in Zirkusvorstellungen, Schwarzweissfilmen und Pariser Variétés.
Magnus Wieland, der Spittelers Nachlass am Schweizerischen Literaturarchiv SLA betreut, gibt Einblicke in den faszinierenden, aber kaum bekannten Einfluss der zeitgenössischen Populärkultur auf Spittelers Werk. 

Freitag, 8. Mai 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
«Die zarten Frauen legten sich totenblass auf den Boden». Reiseberichte von Jonas Breitenstein

Im Frühling 1851 reiste Jonas Breitenstein als Student für zwei Auslandsemester nach Göttingen. Von dort aus unternahm er auch eine gut dreiwöchige Reise an die Nordsee, nach Berlin und Dresden. Darüber berichtete er ausführlich in seinen Briefen an seine Angehörigen. Stefan Hess und J. Arni werden Auszüge aus diesen aufschlussreichen und zugleich unterhaltsamen Dokumenten vorlesen und kommentieren.

Dienstag, 12. Mai 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
«Ein Hauptübel ist ... der Pauperismus». Jonas Breitenstein als Armenpfleger

Als Pfarrer in Binningen und als Sekretär der Freiwilligen Armenpflege in Basel war Jonas Breitenstein täglich mit bitterer Armut konfrontiert. Der Kulturhistoriker Remigius Suter wird diese Seite von Breitensteins Wirken beleuchten, die sowohl im literarischen Werk als auch in Referaten ihren Niederschlag fand. Zudem werden Roland Plattner und Thomas Affolter über die Tätigkeit des Basellandschaftlichen Armenerziehungsvereins (AEV) und der heutigen Birmann-Stiftung berichten.

Freitag, 15. Mai 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/10.–
Lehrer und Dichter. Zum 125. Geburtstag von Traugott Meyer

Der Schauspieler Kaspar Lüscher liest Auszüge aus dem Roman ‹s'Tunälldorf› und anderen Werken des bekannten Mundartdichters. In Wenslingen aufgewachsen, wurde Meyer durch sein Wirken am Radio überregional bekannt, verdiente aber seinen Lebensunterhalt zeitlebens als Lehrer. An der Gedenkveranstaltung wird Museumsleiter Stefan Hess auch auf weniger bekannte Facetten in Meyers Schaffen hinweisen.

Dienstag, 19. Mai 2020, 19.30 Uhr
Eintritt: Fr. 15.–/10.–
Hebel kompakt

Die Basler Hebelstiftung gestaltet einen Abend, der Interessierten einen spannenden Einblick in Johann Peter Hebels Schaffen ermöglicht und sich an Hebel-LiebhaberInnen und -Neulinge gleichermassen richtet. Geniessen Sie literarische, musikalische und historische Beiträge von Albert M. Debrunner, Daniel Kriemler, Sebastian und Beat Mattmüller, Willi Schläpfer, Remigius Suter, Beat Trachsler und Dominik Wunderlin.

Freitag, 29. Mai 2020, 20.00 Uhr
Eintritt: Fr. 20.–/5.–
21. Dichter SLAM: Liestal edition

Der Dichter SLAM geht für einmal in sich – nach über zwanzig Ausgaben ist es aber auch Zeit. Die älteste Slam-Poetry-Reihe im Kanton versammelt seit Jahren die Crême de la crême der Szene auf der Bühne des DiSTL, darunter viele aktuelle und ehemalige Poetry-Slam-SchweizermeisterInnen. Zum ersten Mal müssen jedoch alle (mitten in Liestal vorgetragenen) Texte auch einen Bezug zu Liestal haben. Die ‹Liestal edition› wird nicht nur für Poetry-Slam-Fans ein Genuss, sondern auch für alle LiestalerInnen, die ihre Stadt mit neuen Augen sehen möchten!